Counterscript

Schon alt aber immer wieder nützlich gegen nerviges Telemarketing, das Counterscript.

Die Direktmarketing-Branche sieht das Telefon als eines ihrer erfolgreichsten Werkzeuge. Verbraucher hingegen sehen Telefonmarketing von einer anderen Seite: Mehr als 92% nehmen Werbeversuche per Telefon als Verletzung ihrer Privatsphäre wahr.

Die Telefonwerber benutzten Ablaufskripte für ihre Anrufe - Eine Art Leitfaden mit einer ausgearbeiteten Strategie. Die Verwendung solcher Leitfade sorgt aber auch für eine ungleiche Situation zwischen Telefonwerber und Verbraucher, die zugleich die Basis für ein erfolgreiches Telefonmarketing ist. Das EGBG-Gegenwehrskript versucht das Gleichgewicht wieder herzustellen.

BIOS vom Siemens Lifebook hacken

Vor ein paar Tagen habe ich mich aus meinem alten Notebook ausgesperrt. Ein Siemens Lifebook E2000 Series. Ich wollte ein neues Debian installieren und die Windows-Installation neu einrichten. Nachdem ich die Festplatte leer gemacht habe musste ich feststellen, dass ein BIOS Passwort gesetzt war und daher kein Booten von CD mehr möglich ist. An das Passwort konnte ich mich natürlich nicht mehr errinnern. Dumm gelaufen!

Ich konnte nur noch die leere Platte und ein Diskettenlaufwerk als Bootdevice auswählen. Ein Diskettenlaufwerk für das Lifebook besitze ich nicht und von der leeren Platten kann man schlecht booten. Also musste ich ins BIOS und das Bootdevice wechseln.

Das BIOS ist ein Phoenix 4.0, Release 6.0. Standard- bzw. Master-Passwörter funktionieren nicht. Eventuell existiert ein Jumper oder Dip-Schalter auf dem Mainboard. Das Aufschrauben des Notebooks wollte ich mir aber ersparen, zumal nicht wirklich klar ist ob sich das Passwort damit überhaupt löschen lässt. Die Notebook Hersteller betreiben inzwischen recht viel Aufwand um die Passwörter ’sicher’ zu machen. Das entfernen der BIOS-Batterie hilft auch nichts, wenn das Passwort in einem nicht flüchtigen Speicher abgelegt wird.

Hier eine kurze Anleitung wie man wieder an das System kommt, ohne den kostenpflichtigen Support von Siemens in Anspruch nehmen zu müssen und ohne das Notebook aufzumachen:

  • Festplatte ausbauen
  • Festplatte mit einem IDE Adapter (2.5″ auf 3.5″) an ein anderen Rechner anschliessen
  • Alternativ ohne Adapter in ein anderes Notebook einbauen oder ein USB-Gehäuse verwenden
  • Free DOS installieren
  • Platte wieder ins Notebook einbauen
  • Free DOS booten
  • debug.exe starten und nacheinander die Befehle ‘o 70 FF‘ und ‘o 71 17‘ eingeben
  • debug.exe mit ‘Q’ beenden und die Platte wieder in das Notebook einbauen

Damit wird das BIOS auf die Standard-Einstellungen zurück gesetzt und das Passwort gelöscht.

Was ist Linux?!

Text über Linux, den ich mal vor Jahren geschrieben habe:

Linux ist ein ursprünglich von Linus Benedict Torvalds, einem finnischen Studenten, entwickelter Unix-artiger Betriebssytem-Kernel, der als freie Software verfügbar ist. Ein Betriebssystem sind die grundlegenden Programme, die ein Computer zum Arbeiten benötigt. Der wichtigste Teil ist der Betriebssystem-Kern (Kernel). Der Kern ist das Programm, das für alle Basisaufgaben und für das Starten von anderen Programmen zuständig ist.

Irgendwann im Januar 1991 kaufte sich Linus Torvalds einen 386-Rechner mit der Absicht, ein wenig mit den Multitasking-Fähigkeiten des Prozessors herumzuspielen. Da er sich das kommerzielle Unix (ein ursprünglich im Jahre 1969 entwickeltes Multi-Tasking - Multi-User Betriebssystem) nicht leisten konnte und über die fehlenden Möglichkeiten von Minix (einem kleinen Unix-System von Andy Tanenbaum) frustriert war, begann er sein eigenes Betriebssystem zu entwickeln.

Die erste Version kündigte Linus in der Minix-Newsgroup “comp.os.minix” an (seine Nachricht können Sie sich hier ansehen) und konnte so auf Anhieb andere Leute für seine Idee begeistern.

Anfangs verwendete Linus den Namen “Freax” (in diesem Wort steckt “Free”, “Freak” und das “x” von “Unix”). Ari Lemmke, damals Verwalter des ersten Linux-FTP-Archivs, hielt diesen Namen aber für so “dämlich”, dass er “Linux” verwendete und dies war von nun an auch der Arbeitstitel.

Was 1991 als Hobby begann, wurde innerhalb kürzester Zeit eines grössten Software-Projekte. Heute wird der Linux-Kernel von einem weltweiten Netzwerk von tausenden freiwilligen, meist für diese Arbeit unbezahlten, Programmierern weiterentwickelt und von vielen Firmen in aller Welt vertrieben. Es ist eine vollwertige Alternative zu kommerziellen Betriebssystemen geworden. Die Hauptvorteile liegen in der Stabilität und der Sicherheit.

Was bedeutet frei?

Linux und ein Großteil der Software dafür ist frei im Internet verfügbar und steht unter den Bedingungen der GNU General Public Licence (kurz GPL). Freie Software hat etwas mit Freiheit zu tun, nicht mit dem Preis. Die Philosophie freier Software geht zurück auf den Grundgedanken des freien Austausches von Wissen und Gedanken, wie er im Feld der Wissenschaft zu finden ist. Das Weiterreichen dient einem evolutionären Prozess, über den Gedanken weiterentwickelt werden.

In den 80er gelang es Richard M. Stallman erstmals dies auf Software zu formalisieren. Er fomulierte sie in Form von vier Freiheiten:

  • Die Freiheit, ein Programm für jeden Zweck einsetzen zu dürfen.
  • Die Freiheit, untersuchen zu dürfen, wie ein Programm funktioniert und es den eigenen Bedürfnissen anzupassen.
  • Die Freiheit, Kopien anzufertigen und weitergeben zu dürfen.
  • Die Freiheit, das Programm verbessern zu dürfen und diese Verbesserungen allgemein zugänglich zu machen, damit die ganze Gemeinschaft davon profitieren kann.

Freie Software oder auch Open Source Software verfügt im Gegensatz zu herkömmlicher Software über offene Quellen (Open Source). Dies ermöglicht, dass der Quelltext (das Programm in seiner ursprünglich, für den Menschen lesbaren Form) von vielen tausend Programmierern auf der ganzen Welt kontrolliert, auf Sicherheitslücken geprüft und verbessert werden kann. Freie Software ist daher vollkommen nachvollziehbar und verifizierbar und enthält (oft) weniger Fehler. Closed-Source-Software, bei der der Quelltext nur dem Hersteller zugänglich ist, kann nicht von den Anwendern überprüft werden.

Die GPL verbietet es Werke die das Programm oder Teile davon enthalten, zu veröffentlichen, ohne wiederum den Quelltext unter die Bedingungen der GPL zu stellen. So können alle davon profitieren.

Einsatzmöglichkeiten

Auch ein Grossteil der Software für Linux ist frei verfügbar. Somit bietet Linux gerade für kleine und mittlere Unternehmen die Möglichkeit Softwarelösungen einzusetzen, die aufgrund von Investitionskosten beim Einsatz von anderen Betriebssystemen nicht wirtschaftlich wären. Linux bietet als Server- und Desktop-Betriebssystem verbesserte Verfügbarkeit, Sicherheit und Stabilität. Durch die große Anzahl von Entwicklern gibt es ausserdem eine deutlich schnellere Identifikation von Fehlern und Sicherheitslücken sowie deren Beseitigung.

Linux lässt sich auch hervorragend zusammen mit anderen Betriebssystemen (z.B. MS Windows) einsetzen.

Besser als MS Windows?

Microsoft macht immer wieder Versprechungen wie “noch sicherer”, “noch stabiler”, “noch einfacher” usw. Gerade Microsoft ist dafür bekannt, dass oft mehrere Tage oder Wochen (manchmal sogar Monate) vergehen bis eine gefundene Sicherheitslücke behoben und ein entsprechendes Sicherheits-Update bereitgestellt wird. Für die deutsche Version der betroffenen Software dauert dies oft noch länger. Auch erscheinen immer mehr Programme auf dem Markt, die persönliche Daten zurück an den Hersteller oder sogar an Dritte senden. Zwangsregistrierung ist ein weiteres negatives Beispiel. Durch die Verfügbarkeit des Quellcodes und die Vielzahl der Programmierer gibt es diese Probleme bei freier Software nicht.

Firewall- und Kryptographiesysteme sowie andere sicherheitsrelevante Systeme sollte man nur einsetzen, wenn man deren Vertrauenswürdigkeit überprüfen kann. Genau das geht nur bei Open Source (offenen Quellen).

Nachteile von Linux

Die Installation von Software ist meist aufwändiger als bei vergleichbarer Software für Windows. Der Vorteil, den man mit der aufwändigeren Installation bekommt, ist jedoch eine überragende Stabilität. Für einige Windows-Programme gibt es keine vollwertige Linux Alternative, oder sie steht noch im Anfangsstadium der Entwicklung. Ausserdem ist die Administration eines Linux-Systems wesentlich komplizierter, dafür aber nicht so Zeitaufwändig wie bei einem Windows-System.

Linux Distributionen

Eine Linux-Distribution ist eine Einheit, die aus dem eigentlichen Linux-Kernel, seinen Zusatzprogrammen und oft aus weiterer Software sowie einem Installations-Programm besteht. Sie ermöglicht eine schnelle und bequeme Installation von Linux und weiterer Anwendersoftware. Linux-Distributionen unterscheiden sich vor allem durch folgende Punkte: kommerziell oder nicht kommerziell? Welches System wird zur Installation, Konfiguration und Wartung von Software verwendet? - Sowie die Anzahl und Aktualität der mitgelieferten Programme und Bibliotheken.

Während hinter den meisten Distributionen Firmen oder kleine geschlossene Gruppen stehen, stellt Debian eine Ausnahme dar: Debian wird - genau wie Linux - ausschliesslich von freiwilligen, meist unbezahlten Programmierern aus aller Welt entwickelt und gepflegt. Das Debian-Projekt legt besonderen Wert auf Stabilität und die Einhaltung der Regeln für freie Software. Besonders bekannt ist Debian für die hervorragende Paketverwaltung und deren Möglichkeiten das ganze System automatisch auf den neuesten Stand zu bringen. Unter anderen in diesem Aspekt war Debian für andere Distributionen richtungsweisend und ist diesen noch immer voraus.

Nervenkitzel auf zwei Rädern

Die Hannoversche Allgemeine Zeitung hat am 21.12. einen Artikel über die Bike Community North veröffentlicht. Den Artikel könnt ihr euch hier ansehen. Im November trafen wir uns mit einer Redakteurin der HAZ und erzählten ihr von unserem Sport und was wir so machen.

An dieser Stelle möchte ich einige Punkte klarstellen: Wir suchen ein Gelände, auf dem wir so genannte Dirts und North Shores (Erd-Sprünge und Holzkontruktionen) bauen dürfen. Der Grund dafür ist nicht die “anstrengende” Anfahrt mit dem Zug in den Deister sondern, die Tatsache, dass es in Hannover und der direkten Umgebung keine ausreichenden Möglichkeiten für Mountainbiker gibt. Es wäre schön ein eigenes Gelände zu haben um keinen zu stören und ein Parcours bauen zu dürfen.

Desweiteren fahren wir Downhill und nur bedingt Cross Country Touren. Das Forum der Bike Community North wurde nicht von mir ins Leben gerufen. Auf dem ersten Fotos ist einer der Celler Locals auf dem Celler North Shore zu sehen. Das zweite Foto stammt aus Winterberg, der Fahrer ist Markus Pathen. Beide Fotos wurden von mir aufgenommen.

Nope 2Way mit 10mm Achse

Umbau einer Nope 2Way Nabe auf 10 mm Schraubachse: Du kaufst dir den 12 mm Schraubachsen-Konverter von Nope und baust ihn wie üblich in die Nabe ein. Die 12 mm Achse, die bei dem Konverter dabei ist, wird nicht benötigt. Jetzt hast du also eine Nabe mit einer 12mm Aufnahme (Loch) und brauchst nun ein 10 x 1 mm Rohr um das Loch auf einen Durchmesser von 10 mm zu verkleinern. Ich habe dafür eine Bollerwagenachse von MaxBahr verwendet. Das Rohr wird auf 135 mm gekürzt und in die Nabe geschoben. Anschliessend kaufst du dir eine 10 mm Schraubachse und steckst sie durch das Rohr in der Nabe. Fertig.

Am Besten ist es, wenn der Aussendurchmesser des Rohres minimal grösser als der Innendurchmesser der Nabe ist. Dann kannst du das Rohr genau passend schleifen, damit es fest in der Nabe sitzt.

Als Achse habe ich eine Edelstahl Gewindestange aus dem Baumarkt verwendet. Nicht optimal aber noch hält es. Besser wäre eine Gewindestange mit einer Zufestigkeit von 10.9 oder eine BMX Achse (gibt es z.B. bei der Parano Garage für 6,90 EUR). Kauf dir bloss keine Standardachse aus einem Fahrradladen, wie es oft empfohlen wir. Erstens sind diese Achsen meistens auch nicht stabiler als eine normale Gewindestange und zweitens haben sie oft kein metrisches Gewinde. Passende Sicherheitsmuttern zu finden könnte daher schwierig werden.

Ich musste die Achse auf jeder Seite mit zwei Sicherheitsmuttern kontern damit sie hält. Aber das liegt wohl eher an meinem Rahmen und nicht an der Nabe, dem Konverter oder der Achse. Wenn du eine Gewindestange oder eine andere Achse mit durchgehendem Gewinde verwendest, kann es passieren, dass sich das Gewinde etwas in den Rahmen drückt. Vor allem bei Alurahmen. Dies schadet  der Stabilität des Rahmens aber im Normalfall nicht.